Freitag, 27. Juni 2008

Roadtrip an der Westcoast: Hotpools, Gletscher und Pancakerocks

Nachdem die Klausurphase heil überstanden war sind wir mit unserem neu erstandenen Auto:

zu unserer ersten größeren Tour aufgebrochen.

Donnerstag sind wir mit 8 anderen vom Trampingclub zum Coplandtrack an die Westküste Neuseelands gefahren. Am Start des Tracks angekommen haben wir erst mal Abend gegessen und ein Lagerfeuer gemacht und dort übernachtet. Nachdem wir am nächsten Tag 7 Stunden lang durch üppigen Regenwald gelaufen sind, kamen wir an einer super ausgestatteten Hütte direkt an natürlichen thermalen Quellen, den "Hot Pools", an. Die Pools sind bis zu 60°C warm, liegen mitten in der Natur umgeben von schneebedeckten Bergen und sind super, um nach einem harten Tag zu entspannen.
Am nächsten Morgen wurden wir von einem frechen Kea besucht. Zum Glück hat er niemandem die Schuhe oder Socken geklaut, das tun die nämlich schon mal... Wir haben dann eine 6 Stündige Wanderung am Fluss entlang zu einer anderen Hütte unternommen um ein paar schöne Aussichten auf die wilden Berge in der Umgebung zu bekommen und sind dann am Sonntag wieder zu den Autos gewandert. Leider hatte es die ganze Nacht stark geregnet, so dass die vielen Bäche, die ins Tal fließen, stark angeschwollen waren. Und natürlich gab es über den dicksten von allen keine Brücke. Nach anfänglicher Ratlosigkeit haben wir das ganze dann organisiert bekommen und sind mit der am Anfang des Semesters erlernten Technik doch recht bequem ans andere Ufer gekommen. Der Rest des Weges war dann recht unspektakulär und wir sind Abends müde und kletschnass an unserem Auto angekommen.
Copland Track


Am Sonntag Abend sind Clemens, ich und Morten (ein dänischer Junge vom Trampingclub) zum Fox-Gletscher gefahren und haben die Nacht in einem sehr gemütlichen Backpacker verbracht.
Montag haben wir an einer geführten Tour über den Gletscher teilgenommen. Der Fox-Gletscher ist 20 km lang und grenzt direkt an den Regenwald, was es sonst nur in Chile gibt. Es ist schon lustig, eine Stunde lang durch saftigen Regenwald mit dicken Farnen zu wandern und dann direkt vor einem riesigen Eisbatzen zu stehen.
Ich würde jedem empfehlen mal eine Gletschertour mitzumachen, wenn sich die Chance bietet, denn das ist echt beeindruckend – riesige blaue Eismassen, Tunnel, tiefe Spalten, Flüsschen und dabei eine tolle Aussicht auf die vom Eis abgeschliffenen Felsen.
Fox Glacier


Am Abend sind wir an der Westcoast weiter nach Norden gefahren und die Nacht haben Clemens, Morten und ich in einem Informationsstand mit Dach und 3 Wänden verbracht. An sich ein prima Platz zum Übernachten, allerdings wurden wir lange von den neugierigen, hühnchenartigen Wekas und garstigen Possums wachgehalten, die bis zu unseren Schlafsäcken gekommen sind.
Dienstag haben wir Morten in einer Stadt weiter im Norden abgesetzt und sind weiter zu den Pancake Rocks gefahren. Leider hatten wir stömenden Regen, Hagel und Sturm und
konnten nicht, wie erst geplant, einen 2-Tage-Trampingtrip unternehmen, da dort alle Flüsse überflutet und das Ganze zu gefährlich gewesen wäre.
Wir sind dann wieder Richtung Süden gefahren und haben auf einem Campingplatz an einer Lagune übernachtet an der es auch nachtaktive Kiwis gibt. Um vielleicht ein paar Kiwis zu erspähen haben wir uns auch auf eine Nachtwanderung begeben, gezeigt hat sich aber leider keiner.
Pancake Rocks

Okarito


Mittwoch sind Clemens und ich auf den schneebedeckten, 1300m hohen Alex Knob in der Nähe vom Franz-Josef-Gletscher geklettert. An sich hätte es von hier aus eine tolle Aussicht auf die Gletscher der Region geben sollen, allerdings waren unten der Regen und oben der Schnee so stark dass man kaum etwas sehen konnte.
Trotzdem ein lustiger Tagesausflug.
Alex Knob


Mittwoch Abend wollten wir eigentlich wieder nach Dunedin fahren, kamen aber ohne Schneeketten nicht über die Southern Alps. Wir haben dann die Nacht in einem Backpacker übernachtet und sind am nächsten Morgen gefahren.

Viele Grüße und bis dann,
Steffi

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