bisher haben wir ja meistens von unseren Ausflügen erzählt und Fotos eingestellt, aber von unserem Alltag und der Uni recht wenig. Das soll hier nachgeholt werden.
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| Dunedin und Uni |
Auf dem Foto sieht die Castel Street noch viel zu ordentlich aus, normalerweise sieht man noch die Überreste der vergangen Nacht herumliegen. Das passiert, wenn zu viele Chaoten auf einem Platz leben. Unser Unigebau selber ist ganz nett. Mit einem schicken Café unten drin. Das suchen wir aber nie auf, weil wir Tee und Kaffee umsonst im Postgraduate Room bekommen. Unsere Schreibtischecke ist, wie man sieht, nicht wahnsinnig groß, aber... immerhin, man kann schon konzentrierter arbeiten als in der Bibliothek oder im Abbey College.
Die anderen Physiker sind insgesamt auch ein netter Haufen, nur haben hier alle eine fragwürdige Arbeitshaltung, weil mit Übungsblättern meist erst einen Tag vor Abgabe begonnen wird, obwohl es in der Regel zwei Wochen Zeit gibt. Das führt dann zu etwas Hektik am letzten Tag. Hier zählen nämlich alle Übungen mit für die Gesamtnote. Das schöne ist, dass sowohl Übungen als auch Klausuren weniger stumpfes Rechnen und mehr Verständnisfragen haben. Und auch ansonsten ist man hier sehr unkompliziert: Von allen Vorlesungen gibt es die Klausuren der letzten zig Jahre zentral zum Download. Nicht so eine kindische Geheimniskrämerei wie in manchen Vorlesungen aus Aachen...
So, genug von der Uni erstmal, denn in Dunedin ist gerade schönster Herbst und der botanische Garten leuchtet in allen Farben.
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| Botanische |
Der Kea ist übrigens eines der coolsten Tiere überhaupt. In einem Land ohne Gefahren konnte sich ein unbekümmerter und äußerst neugieriger Vogel entwickeln, der bei seiner Suche nach Essen vor nichts zurückschreckt, und das bedeutet: Gummidichtungen von Autos werden angenagt, Rucksäcke aufgerissen, Schuhe über Klippen geworfen und Flipflops verspeist. Und das alles mit einem Heidenlärm. Wo Keas hausen: Alles was nicht fest gemacht werden kann, ins Zelt oder Auto tun. Und dabei sehen die so harmlos aus.
Ansonsten waren wir noch bei der "Capping Show", das ist eine jährlich stattfindende von Studenten produzierte Comedy-Show mit Sketchen, Sing- und Tanzeinlagen. Viele Witze waren recht plump, aber Parodien diverser Neuseeland-Werbespots und eine Helen-Clark Parodie waren nicht übel. Lustig auch ein Männerchor sowie das Selwyn College Männerballet:
So, das war's für heut. Schönen Gruß an alle!


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