Freitag, 18. April 2008

Eisphysik

Hallo!
Für alle, die sich fragen, was ich bei meinem research report in Eisphysik mache, hier eine kleine Zusammenfassung. Mein Thema lautet "Crystal Orientation in Fresh and Brackish Water", d.h. ich schaue mir an, wie die hexagonalen Eiskristalle unter verschiedenen Bedingungen ausgerichtet sind. Diese Bedingungen sind z.B. Süßwasser, leicht salziges Wasser (=brackish), etwas Schneefall während sich das Eis gerade bildet und verschiedene Wachstumsgeschwindigkeiten.
Dazu habe ich einen Raum, den ich auf -20°C bringen kann, mit einer großen Wanne zum Eis wachsen, einer mörderischen Säge um es zu zerkleinern, einem Mircotome, um ca. 0.4mm dicke Eisscheibchen herzustellen und einer Apperatur aus senkrecht angeordneten Polarisatoren.
(Für die Physiker: Eis ist uniaxial doppelbrechend und die optische Achse verläuft parallel zur c-Achse das hexagonalen Gitters.)
Das Eisscheibchen auf einer Glasscheibe kommt dann zwischen den Polarisatoren auf ein Gestell mit 3 Drehachsen, an dem ich die Winkel einstellen kann . Je nach Ausrichtung der Kristalle erscheinen diese dann entweder dunkel oder hell und ich kann herausfinden, welche Orientierung sie haben, kann das ganze Auswerten und versuchen es zu interpretieren.
Das interessante dabei ist, dass sich bei Salzwasser, sehr dünnem Süßwassereis oder bei Schneefall im Mittel immer eine horizontale Ausrichtung ergibt und bei dickerem Süßwassereis ist die Ausrichtung im allgemeinen vertikal. Warum das so ist, ist noch recht unklar - aber die Welt verdient eine Antwort!
Hier ein paar Fotos zur Illustration:
Eisphysik-Projekt

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