Am Dienstag hatten wir schon einen kleinen Vorkurs wo wir nützliche alpine Knoten gelernt haben, mit denen man sich in Karabiner einhakt oder stabile Schlaufen in ein Seil ohne freie Enden macht.
Freitags sind wir dann auf in die Fox Peaks östlich von Timaru gefahren, wo wir in der Lodge eines Ski-Clubs hausten.
Samstags sind wir dann zunächst zu einer Ski-Piste aufgebrochen und haben uns von dort weiter in die Berge geschlagen. An einem nicht zu steilen Schneehang wurde uns dann gezeigt, wie man korrekt mit Wanderschuhen im Schnee läuft und wie man sich zur Not stoppt, wenn man ins Rutschen gerät. Als nächstes haben wir das korrekte Laufen mit einer Eisaxt gelernt. Das Wichtigste aber war, wie man sich mit Hilfe einer Eisaxt stoppt, wenn man ins Rutschen kommt, was wir dann fröhlich am Hang üben konnten. Also: Rauf auf den Hügel, hinunterkugeln, und mit der richtigen Technik schnell zum Stillstand kommen. Das hat soweit ganz gut geklappt, aber man sollte es trotzdem nicht darauf ankommen lassen.
Danach ging es weiter den Berg hinauf, wo der Schnee mittlerweile so steil war, dass wir uns Crampons (Steigeisen) an die Schuhe schnallten und auch hier die richtigen Lauftechniken üben konnten. Nun wurde das Wetter immer schlechter, so dass wir nach einer kurzen Essenspause noch lernten, wie man V-förmige Metallschienen als Anker im Schnee benutzt, um sich z.B. bei steilen Hängen zusätzlich zu sichern.
Am Abend konnten wir in der Hütte weitere Knoten lernen, insbesondere wie man sich korrekt für eine Gletscherwanderung anleint. Draußen wurde ein Seil aufgehängt und wir konnten es mit einer speziellen Knotentechnik (Prusik-Knoten genannt) hochklettern. Zum Dinner gab es dann edle Pasta und einen Müsli-Birnen-Crumble.
Der Sonntag hatte gleich viel besseres Wetter. Wir sind direkt den Berg rauf zu einem dicken Schneefeld. Dort haben wir erst gelernt, wie man Lawinen-Peilsender benutzt, um im Ernstfall einen Verschütteten schnell zu finden. Auch das ist eine Situation, die man eher vermeiden möchte. Nachdem wir alle mal einen vergrabenen Sender orten mussten, ging es dann weiter zur Gletscherspalten-Rettung. Ein kleiner Schneehang sollte die Gletscherspalte simulieren. Korrekt angeleint im Team musste dann einer den Abgestürzten simulieren während der andere ein Rettungssystem aufbauen musste, komplett mit Schnee-Anker, vielen Karabinern und Knoten. Im Grunde baut man sich daraus einen Flaschenzug, der in eine Richtung sperrt (damit der andere nicht gleich wieder runterfällt).
Nach einem Gruppenfoto ging es dann auch schon wieder zurück, wo noch die Hütte gesäubert wurde bevor es an die Rückfahrt nach Dunedin ging, wo wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei den Moeraki Boulders, seltsamen Gesteinsformationen, einlegten.
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