Weil Neuseeland so groß und seine Bevölkerungszahl so klein ist, ist man der Ansicht, dass der Steuerzahler geschont und nicht über jeden Fluss eine Brücke gebaut werden sollte. Jeder ernsthafte Tramper wird also früher oder später zu Fuß einen Fluss überqueren müssen.
Um den Schwund bei Wanderungen mit dem Tramping Club möglichst gering zu halten, wurde daher gestern ein Training in der Grundtechnik des River Crossings veranstaltet und das ist so nasskalt wie es sich anhört.
Sowieso leicht erkältet, steigen wir also bei ordentlichem Regen in einen Bus, der uns ins Grüne bringt. Auf dem Weg dahin bekommen wir noch schnell eine kleine Anleitung in die Hand gedrückt. Etwas beängstigt stellen wir fest, dass darin auch die Überquerung tiefer Flüsse durch Schwimmen beschrieben wird, worauf wir gerade im Moment weniger Lust haben.
Aber nein, so schlimm wird es heute doch nicht: Das Wasser ist hüfttief mit mäßiger Strömung und wird mit der Mutual-Support-Technik überquert: Man bildet Fünfer- oder Sechsergruppen, legt seinen Nachbarn links und rechts die Arme um die Hüften und stabilisiert sich so gegenseitig. Sodann marschiert man mit kleinen Schritten vom Ufer los, freut sich für etwa 5 Sekunden dass die Schuhe trocken bleiben, bis es dann oben reinschwappt und (hurra, wasserdicht) auch später drin bleibt.
Einmal hin und wieder zurück, so schlimm war es dann doch nicht. Die Trekkinghose trocknet eh schnell und warmer Tee wartet auf uns. Vorher sollen wir noch mal ein paar Meter an einer "ungeeigneten" Stelle in den Fluss, um mal zu sehen, wie das kommt, wenn Felsen auf dem Grund die Füsse stören und hier und da mal plötzlich alles 50cm tiefer als in der Umgebung ist...
Nach kurzer Zeit ist also alles vorbei, man hat offiziell einen Fluss durchwatet und kann sich auf kommende Abenteuer freuen. Der Bus bringt uns wieder zurück in unsere warme Unterkunft, wo auch gleich das Mittagessen auf uns wartet.
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