Das Viertel um unser friedliches College herum ist eine Art Studenten-Getto wo sehr viele Studenten auf einem Haufen in kleinen Holzhaeusern hausen. Auf unserem Weg zur Uni und zurück kommen wir uns aber vor, als wären wir im Zoo gelandet...
- Meist sind die Türen offen, und wenn man reinschaut sieht man lustige Gestalten zu lauter Musik tanzen.
- Im Garten wird entweder gegrillt oder Cricket gespielt
- Der St. Patrick's Day am letzten Montag wurde ordentlich gefeiert: Alle liefen in grünen Klamotten (z.B. grün karierten Anzügen) herum und waren betrunken...
- Einen Tag später liefen zwei kleine Schweine zwischen den Häusern herum und durchstöberten das Chaos der letzten Nacht...
- Jeden Donnerstag kriegen die Studenten ihr Lebenshaltungskosten-Geld vom Staat. Klar, dass Donnerstag abends die dicksten Parties gefeiert werden.
- An Ostern gab es verkleidete Studenten als Hasen, Roemer und Jesusse, die in ihrem Vorgarten grillten
So viel zu dieser Spezies. Nun zum sportlichen Teil. Am Freitag haben wir uns mit unseren Rädern auf zum berühmten Tunnel Beach gemacht und sind dabei durch die Vororte Dunedins gekommen. Wer sich in Aachen über die steilen Straßen beschwert möchte nicht wissen, wie es hier aussieht. Nicht umsonst beherbergt Dunedin die steilste Straße der Welt (Die Baldwin Street mit ca. 33% Steigung). Grund ist, dass die schottischen Einwanderer hier Edinburgh nachbauen wollten und die Straßen ohne Rücksicht auf die Geographie einfach so verlegt haben, wie in Edinburgh zu der Zeit...
Am Tunnel Beach selber wurden wir dann aber für diese Strapazen belohnt und konnten uns schroffe Felsen und ein wildes Meer anschauen. Der Strand hat seinem Namen von einem Tunnel, der angelegt wurde, dass man von den Felsen oben zu den Felsen unten kommt.
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| Tunnel Beach |
Am nächsten Tag haben wir uns gleich nach dem Frühstück aufgemacht, um die Otago-Halbinsel zu erkunden. Zunächst sind wir im Landesinnern steile Schotterpisten rauf und runter gefahren und haben von der hohen Klippenstraße den Otago Harbour (die ganze Bucht zwischen Halbinsel und Festland) bewundert. Zwischendurch sind wir mal abgestiegen und Trampelpfade entlang zu wirklich hohen Klippen gewandert. An einem der Strände haben wir Seelöwen und Robben aus nächster Nähe gesehen, die sich faul im Sand gewälzt haben. Bei Seelöwen muss man übrigens vorsichtig sein, weil sie aggressiv werden, wenn man zwischen ihnen und dem Meer steht. Man sollte immer ein paar Meter Abstand halten, weil sie auch nicht so langsam sind, wie es scheint. Unsere Exemplare haben aber keine Anstalten gemacht, sich mehr als nötig zu bewegen.
Obwohl wir vom vielen Auf und Ab schon recht müde waren, haben wir es noch bis zur Spitze der Halbinsel geschafft, wo eine große Albatrosskolonie ist. Weil wir nicht viel Zeit hatten um im Hellen wieder zurück zu kommen, haben wir nicht die Führung mitgemacht und konnten deshalb nur ab und zu einen Albatross erspähen. Mit drei Metern Flügelspannweite sieht das schon beeindruckend aus.
So ganz hat es mit der Rückkehr im Hellen nicht geklappt, aber das Abendlicht hat auch noch mal für Stimmung gesorgt.
Bis demnächst mal wieder!
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| Otago Peninsula |


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